02.06.2015

Rekordzahl von Gründungen 2014

So hoch wie noch nie - Mit einer Rekordzahl von Gründungen blickt die AGIT auf ein erfolgreiches Jahr 2014 zurück

 


Die Zahl der Unternehmensgründungen im Technologiebereich hat in der Region Aachen im vergangenen jahr mit 47 einen neuen Höchststand erreicht. Das geht aus dem Jahresbericht der regionalen Wirtschaftsförderungsgesellschaft AGIT mbH hervor. Zum Vergleich: 2013 gingen 27 neue Unternehmen an den Start. "Wir gehen davon aus, dass die RWTH als Exellenzuniversität jetzt ihre Wirkung entfaltet", sagt AGIT-Geschäftsführer Dr. Helmut Greif. Nur Gründungen mit hochkarätigen Entwicklungen und Produkten hätten eine Chance, auf dem Weltmarkt zu konkurrieren. Das Potenzial für solche Betriebe sei vor allem durch Absolventen und Institute der RWTH Aachen in der Region vorhanden.

 

Als ein Beispiel von vielen nannte Greif die Pulsar Photonics GmbH, die von den drei ehemaligen RWTH-Absolventen Stephan Eifel, Joachim Ryll und Jens Holtkamp gegründet wurde. Sie entwickelten Anwendungsverfahren für "Ultrakurzpulslaser". Diese Technologie habe ein enormes Wachstumspotenzial mit jährlichen Raten von mehr als 25 Prozent, sagt Holtkamp. Dazu gehöre beispielsweise die Herstellung von Stents im Bereich der Medizintechnik oder das Bohren von Einspritzdüsen. Pulsar Photonics entwickelt Werkzeuge, deren Genauigkeit im Nanometerbereich liegt. Damit ließe sich ein präzise vorbestimmtes Loch in den Kopf eines Streichholzes brennen, ohne dass es aufflammt. Bei einer Fachmesse in Shanghai konnte das Jungunternehmen seine Produkte bereits präsentieren und wichtige Kundenkontakte knüpfen. Ohne die Beratung der AGIT in der Gründerphase zur Aufstellung eines Business-Plans oder zur Information über Fördermittel "wäre manches nicht so glatt gelaufen", sagte Holtkamp.

 

2014 sei für die AGIT das erfolgreichste Jahr in der vergangenen Dekade gewesen, sagt Greif. Neben 47 Neugründungen wurden mehr als 170 Betriebe bei ihrem Wachstum oder ihren Innovationsplänen unterstützt. Damit seien Investitionen von 27,5 Millionen Euro und die Schaffung von 223 Arbeitsplätzen verbunden. Aus fast 70 Anfragen hätten sich fünf Neuansiedlungen sowie neun Erweiterungen oder Verlagerungen von in der Region ansässigen Unternehmen ergeben. Auch bei der Förderung von Technologietransfer war die AGIT vor allem bei der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit gut aufgestellt: Im Rahmen des Innovationsfonds GCS wurden bis Mitte 2014 rund 13 Millionen Euro investiert, mehr als die Hälfte davon durch die Betriebe.

 

"Das 22 Forschungs- und Entwicklungsprogramm mit 87 Partnern auf die Beine gestellt wurden, ist ein Zeichen dafür, dass wir auf dem richtigen Weg sind", sagt Greif. AGIT-Aufsichtsrat Professor Johannes Gartzen bewertet vor allem Projekte rund um das Satelliten-Navigationssystem "Galileo" sowie die durch die "künstliche Sonne" - den weltweit größten Solarstrahler in Jülich - entstehenden Möglichkeiten als äußerst positiv für die gesamte Wirtschaft der Region.

 

 

 

Quelle: Wirtschaftliche Nachrichten der IHK Aachen, Ausgabe 06, Juni 2015

 

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